2000-2024

“Unsere Stimme”: Die erste Sendung in deutscher Sprache in damaligen Jugoslawien!

Chefredakteur war Rudolf Weiss. Im Grusswort des Chefredaktors bei der erster Sendung am 25.12.1998 heisst es:

“Die Deutschen haben endlich eine Sendung im ihrer Muttersprache.

Es sind zwei Jahre vergangen seit der Gründung unseres Deutschen Voklsverbandes,und gerade am zweiten Jahrestag beginnt unsere Sendung mit Namen „Unsere Stimme”. Die Deutschen können uns in Radio Subotica auf der Mittelwelle und auf UKW jeden Freitag von 19 bis 19,30 hören.Was bis zum letzten Moment als kühne Fantasie erschienen ist, ist heute Wirklichkeit geworden.

Wir werden in unseren Sendungen über die wichtigsten Erreignisse im Leben der hier lebenden Donauschwaben informieren. An unsere Mikrofone werden wir Leute einladen, die sich mit Kultur, mit den Sitten, mit dem Geist und der Geschichte der hiesigen Deutschen beschäftigen.

Unsere Grosmütter werden auf gut donauschwäbisch von ihrer Kindheit berichten, von der Überlieferungen und Festen und von guten Rezepten der Donauschwäbischen Küche.

Unsere Kleinsten werden zeigen, wie sie die Überlieferungen ihrer Vorfahren weiterpflegen.

Über die Arbeit unseres Deutschen Volksverbandes wird aus erster Hand Berichte erstattet.

Unsere Sprachlehrer werden über ihre Arbeit berichten,die in den Kursen unterrichten.

Unser Chor wird singen in der Sendung,und der Bibliothekar wird über unsere neue Bücher und Zeitschriften berichten. Unsere Damen werden uns über die neueenstandenen Trachtenkleidern berichten.

Unsere Sendung soll ein Symbol für die geistige Erneuerung und die Wiedergeburt der hiesigen Donauschwaben sein.

Das ist das Ziel, das wir erreichen wollen!”

Es wurde von 1998 bis 2015 insgesammt 820 Sendungen produziert und gesendet.

KOSTENLOSE DEUTSCHKURSE

Am Mittwoch, den 22. Mai 2024, begannen wieder in der Zentrale des Deutschen Volksverbandes in der Stadt Subotica in Serbien kostenlose Deutschkurse. Es wurden Gruppen für das anfängliche Niveau der deutschen Sprache und für das Niveau der Konversation gebildet. Das Interesse unserer Mitglieder und Sympathisanten sowie Mitbürger, die Liebhaber der deutschen Sprache und Kultur sind, ist groß und das Foto, das dieser Nachricht beigefügt ist, spricht für sich selbst über die Beteiligung.

DIE BIBLIOTHEK DES DEUTSCHEN VOLKSVERBANDES

Die Bibliothek des Deutschen Volksverbandes wurde 1996, unmittelbar nach der Gründung unseres Verbandes, gegründet. Wir hatten damals 150 Bücher auf Deutsch.

Jetzt im Jahr 2024 haben wir mehr als 5000 Titel in deutscher Sprache in unserem Hauptsitz in Subotica.

Unsere Bibliothek kann von allen unseren Mitgliedern und Mitbürgern völlig kostenlos genutzt werden. Das ganze Jahr über können alle unsere Mitglieder, die in unsere Zentrale in Subotica kommen, ein Buchgeschenk für sich und ihre Verwandten und Freunde abholen.

Schon bei der Gründung unseres Verbandes haben wir ein wichtiges Ziel formuliert: dass es in jeder deutschstämmigen Familie und vor allem in den Bücherregalen unserer Mitglieder Bücher in deutscher Sprache gibt. In den 28 Jahren seit der Gründung haben wir mehr als 1.000 Bücher verteilt, um dieses Ziel zu erreichen.

Wir haben auch die Praxis eingeführt, Bücher an öffentliche Bibliotheken in Serbien zu spenden. Dies hat dazu beigetragen, das Angebot an Büchern in deutscher Sprache zu erweitern.

Der Deutsche Volksverband ist immer bereit, den Bibliotheken deutscher Vereine in Serbien mit Bücherngeschenkpaketen zu helfen.

Erfolgreich war auch die Aktion in Pancevo, wo unsere Mitglieder Bücher aus unserem Fonds in deutscher Sprache für ein Schließfach mit Büchern im Stadtpark in Pancevo gespendet haben. So konnten Mitbürger diese Bücher völlig frei auf Bänken im Park oder im Café neben dem Schrank lesen.

Die meisten unserer Bücher in unserer Bibliothek und in unserem Geschenk- und Spendenfonds stammen aus den Schenkungen unserer Mitbürger verschiedener Nationalitäten. Viele Bücher wurden uns von Privatpersonen und verschiedenen kulturellen Organisationen und Institutionen aus Deutschland, Österreich, Ungarn, Slowenien und der Schweiz gespendet.

20. JAHRESTAG (2004-2024) DER EINWEIHUNG DER GEDENKSTÄTTE IN GAKOWA

Der Deutsche Volksverband mit Sitz in Maria-Theresienstadt (Serbien) und der Deutsche Kreis mit Sitz in Fünfkirchen (Ungarn) haben gemeinsam an der Gedenkstätte am Massengrab von Gakowa in Serbien eine Andacht abgehalten. Die beiden Delegationen legten Kränze nieder und zündeten Kerzen an der Gedenkstätte an.

Die Gedenkfeier fand am Pfingstfest 2024 statt. Nach den Erinnerungen der Überlebenden feierten die Opfer des Vernichtungslagers alle christlichen Feiertage, auch im Vernichtungslager, unter schrecklichen Bedingungen. Deshalb haben wir Pfingsten gewählt, das in diesem Mai in die Nähe des 20. Jahrestages (2004-2024) der Einweihung der Gedenkstätte Gakowa fiel.

Das Denkmal wurde am 24. Mai 2004 errichtet. Nach langen Verhandlungen erhielt der Deutsche Volksverband im Sommer 2003 die beiden Genehmigungen für die Errichtung des Denkmals. Beide Genehmigungen sind das wichtigste Material im Archiv des Deutschen Volksverbandes. Finanziert wurde das Denkmal von den Donauschwaben aus aller Welt.

Die erste Gedenkveranstaltung wurde vom Deutschen Volksverband im Januar 1998 in Gakowa anlässlich des fünfzigsten Jahrestages der Auflösung des Vernichtungslagers organisiert. Damals waren auch einige Überlebende des Vernichtungslagers mit uns in Gakowa. Nur Katharina Gärtner lebt heute noch, die als kleines Mädchen zwei Jahre im Vernichtungslager verbracht hat. Die meisten ihrer Familie haben das Lager nicht überlebt.

In diesem Jahr konnte Frau Gärtner aus gesundheitlichen Gründen nicht an der Gedenkfeier teilnehmen, aber der Präsident des Deutschen Volksverbandes, Rudolf Weiss, besuchte sie im Krankenhaus und schenkte ihr einen Blumenstrauß in Namen des Deutschen Volksverbandes und des Deutschen Kreises. Unsere Aufmerksamkeit gilt nicht nur den Toten, sondern auch den Überlebenden des Todeslagers, die noch am Leben sind.

Wie alle unsere Berichte wird auch dieser von Fotos und Dokumenten begleitet. Die Bilder zeigen den aktuellen Zustand des Friedhofs und Kalvarienberges in Gakowa, und das Aussehen der Gedenkstätte auf dem Massengrab, den Kranz des Deutschen Volksverbandes sowie die Genehmigung aus dem jahr 2003 mit dem wichtigen Satz: „Dem Deutschen Volksverband wird die Zustimmung erteilt, auf dem Friedhof in Gakowa ein Kreuz zu errichten.“

Hier können Sie bald viel mehr über die wichtigsten Aktivitäten im Zeitraum 2000-2024 nachlesen. Bis dahin besuchen Sie auch unsere Seiten auf Facebook und Instagram.
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